Stand: 22.01.2026

Warum ein neues Kraftwerk?

Die Rondo Ganahl AG beschäftigte sich schon vor der Gaskrise intensiv mit der Frage, wie die Energieversorgung am Standort Frastanz nachhaltig gesichert und unabhängiger von fossilen Energieträgern gestaltet werden kann. Aus diesen Überlegungen ist das Projekt „Energieautonomie Frastanz“ entstanden.

Energieautonomie für den Standort Frastanz

Rondo verfolgt mit diesem Projekt das Ziel, die Energieversorgung am Standort Frastanz langfristig selbst zu sichern und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern sowie internationalen Energieimporten deutlich zu reduzieren.

Künftig sollen regional vorhandene Reststoffe direkt vor Ort zur nachhaltigen Energieerzeugung genutzt werden. Dadurch werden nicht nur die Versorgungssicherheit gestärkt und die Energieversorgung besser planbar, sondern auch die Wertschöpfung in der Region erhalten. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Absicherung des Standorts Frastanz.

Bedeutung für Rondo

Für die Papierproduktion am Standort Frastanz wird derzeit noch sehr viel Erdgas benötigt. Mit dem geplanten Kraftwerk kann der Erdgasbedarf um rund 90 Prozent reduziert werden. Das entspricht etwa sieben Prozent des gesamten Gasverbrauchs in Vorarlberg.

Bedeutung für die Region

Rondo ist mit rund 450 Mitarbeitenden in Frastanz ein bedeutender Arbeitgeber in der Region. Insgesamt beschäftigt die Rondo Ganahl Aktiengesellschaft etwa 1.800 Mitarbeitende an ihren europäischen Standorten. Das Projekt soll dazu beitragen, die Papierherstellung / Papierproduktion am Standort Frastanz langfristig zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten.

Zudem ist vorgesehen, die entstehende Abwärme ebenfalls regional zu nutzen. Unter anderem ist die zukünftige Wärmeversorgung der Brauerei Frastanz bereits eingeplant.

Visualisierung des geplanten Kraftwerks (Stand Jänner 2026).

Visualisierung des geplanten Kraftwerks (Stand Jänner 2026).

Was für das Projekt spricht

  • Autarke Energieversorgung für Papierproduktion und Wellpappeverarbeitung.

  • Das Kraftwerk sichert Arbeitsplätze und schafft Perspektiven – für rund 450 Mitarbeiter und deren Familien, 100 davon in der Papiererzeugung.

  • Der Gasbedarf am Standort Frastanz wird um 90 % reduziert, und damit jener des Landes Vorarlberg um ca. 7 %.

  • Das Kraftwerk ermöglicht die Versorgung weiterer Betriebe und interessierter Privathaushalte mit Wärmeenergie – allen voran die Brauerei Frastanz.

Umfangreiche Unterlagen wurden eingereicht und werden zur Zeit geprüft.

Umweltprüfung & Transparenz

Die Rondo Ganahl Aktiengesellschaft hat sich im Bewilligungsverfahren freiwillig für eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) entschieden. Dieses umfangreiche Verfahren stellt sicher, dass mögliche Auswirkungen auf Menschen, Natur und Umwelt frühzeitig erkannt und bewertet werden.

Der UVP-Antrag wurde am 24. Oktober 2025 eingereicht. Mit einer Entscheidung wird Ende 2026 gerechnet.

Benjamin Jentzsch (li) und Andreas Neuper (re).

Fragen & Anregungen

Die Projektleiter Andreas Neuper & Benjamin Jentzsch stehen jederzeit bei Fragen zur Verfügung.

Benjamin Jentsch

benjamin.jentzsch@rondo-ganahl.com, T +43 5522 52841-137

Andreas Neuper:

andreas.neuper@rondo-ganahl.com, T +43 5522 52841-152

Vorteile & Chancen

Wir rücken dem Ziel einer unabhängigeren, leistbaren und nachhaltigen Energieversorgung ein großes Stück näher:

  • Stärkung der wirtschaftlichen und energetischen Unabhängigkeit der Rondo Ganahl Aktiengesellschaft sowie dem Land Vorarlberg

  • Schaffung zusätzlicher, neuer Arbeitsplätze – bei Rondo sowie bei Partnerbetrieben und Zulieferern

  • Weiterentwicklung bestehender Synergien durch die Nutzung regionaler Ressourcen und den Ausbau der Kreislaufwirtschaft

  • Bereitstellung von Wärmeenergie für lokale Haushalte und Betriebe

  • Einsparung von 90 % des bisherigen Erdgasbedarfs – dies entspricht einem Jahresbedarf von rund 10.000 Vorarlberger Haushalten.

  • Deutliche Reduktion der Abhängigkeit von internationalen Gasmärkten und den damit verbundenen Versorgungs- und Preisrisiken

Welche Zahlen wichtig sind

140 GWh

thermische Energie

Max. erzeugte Leistung / Output pro Jahr

60 GWh

elektrische Energie

Max. erzeugte Leistung / Output pro Jahr

82.000 t

Brennstoffmenge

Notwendige Brennstoffmenge im Nominallastbetrieb pro Jahr

110 Mio. €

Investitionssumme

Stand Frühjahr 2024

Wir haben hier die große Chance, unsere Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen. Mit dem Kraftwerk, unserer geplanten, neuen Energiezentrale bei Rondo, sichern wir die Zukunft der Papierfabrik und der rund 450 Arbeitsplätze in Frastanz. Das ist ein großer Schritt raus aus fossilem Erdgas und der Abhängigkeit von offenbar unkontrollierbaren, ausländischen Lieferanten.

Hubert Marte, Vorstandsvorsitzender der Rondo Ganahl AG

Auch beim Bierbrauen haben wir energieintensive Prozesse. Wir begrüßen daher den Ausbau und die Eigenversorgung mit Wärmeenergie, um die aktuell kaum noch kalkulierbaren und stark steigenden Energiepreise besser in den Griff zu bekommen.

Kurt Michelini, Geschäftsführer der Brauerei Frastanz eGen

Häufig gestellte Fragen:


Welche Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen werden im Zuge des Projekts umgesetzt?

Im Zuge des Projekts wird ein umfassendes Bündel an Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen umgesetzt, um unvermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft zu minimieren und ökologische Funktionen langfristig zu sichern. Die Umsetzung sämtlicher Maßnahmen wird während der gesamten Bauphase durch eine qualifizierte Umweltbaubegleitung fachlich begleitet, überwacht und dokumentiert.

Vor Beginn der Bauarbeiten erfolgt der Bestandschutz sowie die eindeutige Kennzeichnung aller Schutzflächen, um Beeinträchtigungen sensibler Lebensräume zu vermeiden. Für ökologisch besonders wertvolle Bereiche, insbesondere die Streuewiese, gelten Bauzeiteinschränkungen, um sensible Vegetations- und Entwicklungsphasen zu schützen. Die Baufeldfreimachung in Streuewiesen- und Uferbereichen erfolgt schonend und unter fachlicher Aufsicht.

Zur Vermeidung der Einschleppung und Ausbreitung gebietsfremder Arten wird ein gezieltes Neophytenpräventions- und Neophytenmanagement umgesetzt. Hochwertige Rasensoden aus Magerwiesen sowie Riedsoden werden fachgerecht geborgen, zwischengelagert und nach Abschluss der Bauarbeiten wieder aufgebracht bzw. verpflanzt.

Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die beanspruchten Flächen rekultiviert. Dies erfolgt einerseits durch standortgerechte Einsaaten und andererseits durch Gehölzpflanzungen mit heimischen Arten. Ergänzend werden neue Lebensräume geschaffen, darunter die Neuanlage von Pfeifengraswiesen sowie artenreicher Wiesen.

Zur langfristigen Sicherung der ökologischen Qualität der Streuewiese ist eine regelmäßige Pflegemahd der Streuewiese vorgesehen. Darüber hinaus werden bestehende Gewässerlebensräume durch die Renaturierung des Gießenbach-Zubringers sowie die Wiederherstellung des Frastanzer Weihers ökologisch aufgewertet.

Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird durch ein fortlaufendes Monitoring der Streuewiese überprüft. Die Ergebnisse des Monitorings dienen als Grundlage für eine adaptive Nachsteuerung der Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen.


Was ist mit Inversionswetterlagen?

Inversionswetterlagen werden ausdrücklich berücksichtigt - sämtliche Grenzwerte werden laut Gutachten deutlich unterschritten. Zur Berechnung wird ein behördlich anerkanntes Modell verwendet, das speziell für solche windschwachen Situationen (Inversionswetterlagen) entwickelt wurde.


Wie hoch ist der Brennstoffbedarf?

Der Brennstoffbedarf im Normalbetrieb liegt mit rund 82.000 Tonnen pro Jahr auf dem Niveau früherer Planungen (vgl. AWG-Verfahren: ca. 85.000 Tonnen pro Jahr). Die beantragte Maximalmenge von 122.000 Tonnen pro Jahr entspricht der technischen Obergrenze und wird als Maximalansatz für die Beurteilung der Umweltverträglichkeit herangezogen. Die Umweltverträglichkeit wird für diesen Maximalansatz geprüft – tatsächlich wird aber deutlich weniger Brennstoff eingesetzt.


Wie wird das Grundwasser geschützt?

Dem Schutz des Grundwassers gilt besonderes Augenmerk: Das Bauwerk wird – wie bereits beim bestehenden Rondo Hochregallager – nach dem bewährten Prinzip der „Weißen Wanne“ wasserundurchlässig ausgeführt. Eine Gefährdung des Schutzguts Grundwasser ist ausgeschlossen.


Welche Anforderungen gelten für Brennstoffqualität, Brennstoffannahme und Brennstofflagerung im geplanten Kraftwerk?

Im geplanten Kraftwerk werden ausschließlich sorgfältig aufbereitete, geeignete Reststoffe thermisch verwertet. Zum Einsatz kommen ausschließlich vorkonfektionierte Brennstoffe, darunter nicht gefährliche Abfälle, Ersatzbrennstoffe sowie Biomasse. Eine Brennstoffaufbereitung vor Ort findet nicht statt.

Die Annahme von gemischten Siedlungsabfällen („Schwarzer Sack“) ist ausdrücklich ausgeschlossen und technisch NICHT möglich.

Die Brennstofflagerung ist auf ein betrieblich notwendiges Minimum beschränkt. Die Lagerkapazität ist so ausgelegt, dass ein Betrieb über ein verlängertes Wochenende ohne Anlieferung möglich ist.

Zur Sicherstellung einer konstant hohen Brennstoffqualität wird ein umfassendes Qualitätskontroll- und Qualitätssicherungskonzept umgesetzt. Dieses enthält die Festlegung klarer Annahmekriterien, basierend auf chemisch-physikalischen Parametern, sowie regelmäßige Probenahmen und externe Analysen. So wird gewährleistet, dass ausschließlich Brennstoffe verwendet werden, die den genehmigten und umweltrechtlichen Anforderungen entsprechen.


Welche Auswirkungen hat das Kraftwerk auf den Verkehr? 

Den Auswirkungen des Vorhabens auf das Verkehrsaufkommen wurde im Rahmen der Umweltverträglichkeitsuntersuchung besondere Aufmerksamkeit gewidmet: Diese wurden im Detail untersucht und nachvollziehbar bewertet. Für die Umweltverträglichkeitsprüfung werden maximal 37 Lkw pro Tag angenommen.

Dabei wurde von einer Anlieferung der Brennstoffe ausschließlich mittels konventioneller Lkw ausgegangen, um mögliche Auswirkungen nicht zu unterschätzen. Der Einsatz von Elektro-Lkw wurde nicht gesondert berücksichtigt, da dieser keine relevanten Auswirkungen auf die Beurteilung der Umweltverträglichkeit hat und derzeit nicht als verlässliche Planungsgrundlage angenommen werden kann.

Der Betrieb der Anlage ist auf den Einsatz von Sattelzugfahrzeugen angewiesen. Der Markt für Elektro-Sattelzugfahrzeuge ist aktuell noch stark eingeschränkt. Stand März 2025 sind in Österreich lediglich rund 75 elektrische, schwere Sattelzugfahrzeuge im Einsatz, sodass von einer flächendeckenden Verfügbarkeit nicht ausgegangen werden kann.

Eine Bahnanlieferung der Brennstoffe wurde im Rahmen der Standort- und Variantenprüfung ebenfalls geprüft. Am Anlagenstandort besteht kein Bahnanschluss.

Vorgelagerte Transport- und Umschlagsprozesse, wie etwa eine Bahnanlieferung zu einem Entsorgungsbetrieb liegen außerhalb des Untersuchungsraums der UVP und unterliegen den Genehmigungen der jeweiligen Betreiber. Diese Prozesse sind daher nicht Bestandteil der verkehrlichen Bewertung des gegenständlichen Vorhabens.


Wie werden dauerhaft niedrige Emissionswerte erreicht?  

Das Kraftwerk setzt auf eine Rauchgasreinigung nach dem aktuellen Stand der Technik, um Emissionen auf ein Minimum zu reduzieren. Durch den Einsatz moderner Anlagenkomponenten werden sehr niedrige Emissionswerte erreicht, die die geltenden gesetzlichen Anforderungen deutlich unterschreiten.

Die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte wird zusätzlich durch eine externe Überwachung sowie regelmäßige Prüfungen durch zertifizierte, unabhängige Gutachter sichergestellt.

Darüber hinaus erfolgt eine kontinuierliche Emissionsmessung während des Betriebs. Die erfassten Messdaten werden laufend dokumentiert und an die zuständige Behörde übermittelt, wodurch Transparenz und eine dauerhafte Kontrolle der Emissionen gewährleistet sind.


Warum ist diese Standortwahl ideal? 

Die Standortwahl entspricht den allgemeinen Anforderungen des UVE-Leitfadens, in dem ausdrücklich festgehalten wird, dass die Standortwahl der entscheidende Faktor für die Energieeffizienz einer Mitverbrennungsanlage ist.

Das Kraftwerk wird direkt am Ort des Energiebedarfs errichtet – bei der Papierfabrik. Dadurch können zusätzliche Energieverluste, lange Leitungswege und unnötige Transporte vermieden werden. Die erzeugte Wärme wird unmittelbar genutzt.

Die Papiermaschine ist der größte Wärmeverbraucher in Vorarlberg und gewährleistet eine ganzjährige, kontinuierliche Wärmeabnahme, was einen besonders effizienten und stabilen Anlagenbetrieb ermöglicht. Darüber hinaus sind weitere Wärmeabnehmer berücksichtigt, wie etwa die Brauerei Frastanz eGen. Auch die Bereitschaft zur Abgabe von Nah- und Fernwärme besteht weiterhin.

Im Rahmen der Standortprüfung wurden auch Standortalternativen untersucht. Geeignete, ausreichend große Flächen außerhalb des Betriebsgeländes stehen jedoch nicht zur Verfügung, insbesondere da sich diese nicht im Eigentum des Unternehmens befinden. Ein Bau auf Fremdeigentum ist bei einer Investitionssumme von über 110 Mio. € wirtschaftlich und rechtlich nicht realistisch.

Insgesamt ermöglicht der gewählte Standort eine maximale Energieeffizienz, eine optimale Nutzung der erzeugten Wärme sowie eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Umsetzung des Projekts.


Warum braucht es das Projekt „Energieautonomie Frastanz“?

Die geopolitische Lage erfordert Lösungen. Wir müssen uns aus bestehenden Abhängigkeiten lösen und uns um eine eigenständige, autarke und zukunftsfähige Energieversorgung bemühen.

Immer wieder erleben wir enorme Preissteigerungen, gerade bei Energie und Rohstoffen. Wir sehen und spüren das alle beim täglichen Einkauf von Lebensmitteln, beim Tanken oder bei den Heizkosten. Grund dafür sind aktuelle Krisen, z.B. Russland / Ukraine, USA / Venezuela, ..., die für große Unsicherheiten sorgen. Um das zu ändern, brauchen wir Projekte wie die „Energieautonomie Frastanz“.

Selbstverständlich wurden und werden die technischen Möglichkeiten zur Energieversorgung einer Papiermaschine laufend bewertet. Derzeit stehen jedoch keine andere technisch ausgereiften, wirtschaftlichen Alternativen zur Verfügung.


Was steckt hinter dem Projekt „Energieautonomie Frastanz“?

Es ist unser gemeinsames Ziel, für eine bessere Versorgung mit Wärmeenergie für Industrie- und Gewerbebetriebe sowie private Haushalte in Frastanz zu sorgen.

Gerade die Firma Rondo ist dabei in einer sehr herausfordernden Situation: Rondo hat für die Produktion von Rohpapier einen hohen Bedarf an thermischer Energie und ist der größte Vorarlberger Erdgasabnehmer. Das Unternehmen plant daher ein Kraftwerk zu errichten, ganzjährig zu betreiben und dieses an das bestehende Nahwärmenetz in Frastanz anzuschließen.


Welche Vorteile hat die Bevölkerung in Frastanz bzw. die Gemeinde?

  • Durch die Erweiterung der Nahwärme in Frastanz können zahlreiche weitere Verbraucher (private, öffentliche, gewerbliche) ihre Gebäude an das Leitungsnetz anschließen und beheizen.

  • Die Gemeinde kann auf diese Weise ein zusätzliches Angebot an all jene machen, die ihr Heizsystem auf Nahwärme umstellen möchten.


Welchen Beitrag kann das Kraftwerk zur Versorgungssicherheit in Vorarlberg leisten?

Einen sehr großen – denn mit rund rund 150 GWh an thermischer Energie, die alleine Rondo jährlich benötigt, ist das Unternehmen der größte Erdgasabnehmer in Vorarlberg.

Das geplante Kraftwerk liefert darüber hinaus rund 60 GWh elektrische Energie – insgesamt deckt es also mit seiner Leistung umgerechnet den Gaswärmebedarf von rund 10.000 sowie den Strombedarf von weiteren rund 20.000 Vorarlberger Haushalten ab.


Wieviel Energie benötigt Rondo für die Papier- und Wellpappeerzeugung in Frastanz und woher kommt diese heute?

Rondo benötigt rund 150 GWh pro Jahr alleine an thermischer Energie. Das entspricht dem Energiebedarf von ca. 10.000 Vorarlberger Haushalten.

Die Papiererzeugung ist eine energieintensive Branche. Die benötigte Prozesswärme wird derzeit mit Erdgas erzeugt. Erdgas ist ein fossiler Energieträger, der in Österreich größtenteils importiert wird und damit mit externen Abhängigkeiten verbunden ist.


Welche Vorteile hat das Projekt?

Das Kraftwerk ist ein wichtiger und integrativer Teil und damit eine große Chance für das Nahwärmenetz und eines möglichen Ausbaus in Frastanz. Es ergeben sich daraus eine Reihe von Vorteilen:

  • Das Kraftwerk erzeugt die Energie dort, wo wir sie benötigen.

  • Durch dessen bedeutende Kapazität können neben dem Traditionsbetrieb Rondo weitere Gewerbebetriebe und bis zu 500 private Haushalte mitversorgt werden.

  • In Verbindung mit dem Biomasse-Heizkraftwerk in der Oberen Lände in Frastanz kann die Ausfallsicherheit des gesamten Systems erhöht und die Auslastung optimiert werden.

  • Wir verwerten in Vorarlberg anfallende Reststoffe und nützen die darin enthaltene Energie selbst. Dieser wertvolle Energieträger muss nicht mehr im Ausland entsorgt werden.

  • Zudem verwerten wir Reststoffe aus der Papierproduktion von Rondo an Ort und Stelle. Dieses Material muss heute noch per LKW zur Verwertung nach Deutschland und in die Schweiz transportiert werden – LKW-Fahrten, die wir zukünftig einsparen können.

  • Wir schaffen einen großen Schritt raus aus der Energieabhängigkeit von ausländischen Lieferanten.

  • So sichern wir die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Versorgungssicherheit unserer Kundinnen und Kunden.


Wie groß wird das geplante Kraftwerk?

  • Das Kraftwerk ist so groß ausgelegt, dass Rondo sich mit Strom und Wärme nahezu selbst versorgen kann.

  • Die benötigte Grundfläche beträgt 3.600 Quadratmeter (60 x 60 Meter) und befindet sich vollständig auf dem Firmengelände von Rondo.

  • Die Bauwerkshöhe beträgt ca. 35 Meter (Kaminhöhe: 45m) und wird sich nahtlos in die bestehenden Gebäude bei Rondo einfügen.


Woher kommt das Material, also der Input für das Kraftwerk?

  • Ein Teil des eingesetzten Materials besteht aus rund 12.000 Tonnen Wert- und Reststoffen, die direkt bei der Papiererzeugung am Standort anfallen. Diese Reststoffe müssen derzeit zur Verwertung nach Deutschland und in die Schweiz transportiert werden.

  • Darüber hinaus werden nicht gefährliche, gewerbliche Reststoffe von Unternehmen aus Vorarlberg eingesetzt. Dabei handelt es sich um Reststoffe heimischer Betriebe, die bereits heute anfallen, von regionalen Recyclingunternehmen gesammelt und für eine energetische Verwertung aufbereitet werden.

  • Die erforderliche Menge steht in Vorarlberg zur Verfügung.


Wieso macht man das erst jetzt?

Pläne dafür gibt es schon länger. Die aktuelle geopolitische Lage verdeutlicht jedoch die Dringlichkeit einer nachhaltigen, zukunftsfähigen und mutigen Lösung wie das Projekt „Energieautonomie Frastanz“.


Sind Geruchsbelästigungen zu erwarten?

Geruchsbelästigungen sind keine zu erwarten. Die Lagerung des Brennstoffs erfolgt in einem geschlossenen Bauwerk. Dieser so genannte Brennstoffbunker wird im Unterdruck betrieben, so dass Geruchsemissionen ausgeschlossen werden können. Außerdem werden ausschließlich aufbereitete Brennstoffe eingesetzt.


Bis wann soll das Projekt realisiert werden?

Die Umsetzung des Kraftwerks soll – abhängig vom Verlauf des Umweltverträglichkeitsverfahrens – so rasch wie möglich erfolgen.

Zeitplan

  • Einreichung UVP-Antrag: Oktober 2025

  • Erwarteter Genehmigungsbescheid: Ende 2026

  • Möglicher Baubeginn: ab 2027

  • Geplante Inbetriebnahme: 2029


Sie haben noch Fragen? Schreiben Sie uns:

Energieautonomie Frastanz

info@energieautonomie-frastanz.at

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